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Sozial engagiert – die Arbeit der Ehrenamtlichen |
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Rund 600 unermüdliche ehrenamtliche Helfer tragen zu einem wesentlichen Teil dazu bei, dass die Arbeit des Diakonischen Werkes Augsburg Menschen in Not und Hilfesuchenden zugute kommt. Die Bereiche, in denen auch Sie sich für Menschen einsetzen können, sind beim Diakonischen Werk breit gefächert: von Besuchen bei alten Menschen in unseren Wohnheimen oder bei der Hausaufgaben-Betreuung für ausländische Flüchtlingskinder. Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, setzen Sie sich doch einfach mit dem jeweiligen Einrichtungsleiter in Verbindung. Die Kontaktdaten finden Sie hier auf unseren Internet-Seiten.
Was macht das Ehrenamt so besonders?
Neue Ausbildung zum Umgangsbegleiter startet:
Ehrenamtliche gesucht, die Trennungsfamilien begleiten
„Ohne Umgangsbegleiterin könnte ich mein Kind überhaupt nicht sehen, ich bin ihr also sehr dankbar für ihr ehrenamtliches Engagement“, ein betroffener Vater bringt auf den Punkt, was die ehrenamtlich aktiven Umgangsbegleiter für ihn bedeuten. Barbara Weiler und Annette Hille sind zwei dieser Umgangsbegleiterinnen, die regelmäßige Treffen zwischen einem Elternteil und den von ihm getrennt lebenden Kindern als stiller Beobachter und Unterstützer im Hintergrund begleiten und die die Dankbarkeit der betroffenen Familien immer wieder spüren.
Annette Hille (links) und Barbara Weiler (Mitte) engagieren sich als Umgangsbegleiterinnen für Trennungsfamilien. Beate Wilsdorf (rechts), Mitarbeitern der Evangelischen Beratungsstelle startet im Herbst wieder einen neuen Ausbildungskurs für dieses Ehren
Denn manche Paare haben Schwierigkeiten, nach einer Trennung für die Kinder den beständigen Kontakt zu beiden Elternteilen aufrechtzuerhalten. Doch die Kinder brauchen diesen, um eine verlässliche Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen. Deshalb kann das Familiengericht zum Wohle des Kindes einen so genannten „begleiteten Umgang“ festlegen.
Die Evangelische Beratungsstelle des Diakonischen Werkes Augsburg betreibt bereits seit mehreren Jahren das Projekt „Umgangshaus“, um betroffenen Familien im Stadtgebiet Augsburg sowie in den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg zu helfen. Im Herbst startet der diesjährige neue Ausbildungskurs, für den sich Interessierte ab sofort anmelden können.
Für die Treffen gibt es in den Räumen der Evangelischen Beratungsstelle eine so genannte Umgangswohnung: zwei gemütlich eingerichtete Räume mit vielen Spielsachen, in denen die Elternteile - in der überwiegenden Zahl der Fälle sind es Väter - mit ihrem Kind Zeit verbringen können. Hier darf gemalt, gebastelt, gespielt, herumgealbert werden. Zwar im Hintergrund, aber während dieser Treffen immer dabei, ist die für die jeweilige Familie zuständige Umgangsbegleiterin, die auch darauf achtet, dass vorher getroffene Absprachen eingehalten werden. Zum Beispiel darf der jeweilige Elternteil den ehemaligen Partner vor dem Kind nicht schlecht machen oder das Kind versuchen zu beeinflussen.
„Manchmal mache ich zum Beispiel auch Vorschläge, was die beiden miteinander machen können, wenn ich merke, dass sowohl der Erwachsene als auch das Kind sehr unsicher mit der Situation umgehen“, berichtet Annette Hille, die sich bereits seit mehreren Jahren als Umgangsbegleiterin engagiert.
Noch relativ neu im Team ist Barbara Weiler, die selbst in einer Patchwork-Familie lebt und sich auch deswegen von der Thematik angesprochen fühlte: „Mir geht es gut und daher war es für mich selbstverständlich, mich ehrenamtlich zu engagieren. Als ich vom Projekt Umgangshaus hörte, fand ich bereits damals sehr gut, dass man in einem Ausbildungskurs gezielt auf diese Aufgabe vorbereitet und auch später regelmäßig fachmännisch begleitet wird. Und in der Praxis bestätigt sich für mich, dass man beides braucht, um dieses verantwortungsvolle Ehrenamt ausführen zu können.“
Diplom-Sozialpädagogin Beate Wilsdorf, Mitarbeiterin der Evangelischen Beratungsstelle, betreut das Projekt, bildet die Umgangsbegleiter aus und erklärt, was man für dieses Ehrenamt idealerweise mitbringen sollten: „Interessierte sollten bereit sein, sich auf die Kinder, ihre Eltern und die jeweilige Geschichte der Familie einzulassen.“ Ein neuer Ausbildungskurs soll Anfang Oktober 2009 starten. Die einzelnen Termine für die zehn Ausbildungseinheiten werden mit den Teilnehmern abgestimmt. Danach wird die ehrenamtliche Arbeit regelmäßig durch Gruppengespräche und Supervisionen gestützt.
Info:
Interessierte können sich bei der Evangelischen Beratungsstelle über die Einzelheiten der Ausbildung zum Umgangsbegleiter informieren: Tel. (0821) 59 77 60, E-Mail: eb@diakonie-augsburg.de |
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